Grafik eines Globus'

Sprachbarrieren, kulturelle Unterschiede, Zeitverschiebungen – wer länderübergreifend kommuniziert, ist mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. Doch mit der richtigen PR-Strategie können Unternehmen ihre Produkte und Dienstleistungen auch global erfolgreich vermarkten.

Make or buy?
Zunächst müssen die Zuständigkeiten für die internationale PR festgelegt werden. Dabei gibt es drei Möglichkeiten:

1. Kommunikation im Alleingang
Diese Variante bietet sich nur dann an, wenn ein Unternehmen bereits über eine große Kommunikationsabteilung verfügt und in den definierten Zielmärkten jeweils PR-, Marketing- oder zumindest Vertriebsverantwortliche hat, die in die PR eingebunden werden können. Nur so lassen sich Themen mit dem notwendigen regionalen Know-how bei den Zielgruppen platzieren.

2. Lokale Agenturen als Partner
Wenn die internen Kapazitäten fehlen und das erforderliche regionale Know-how nicht vorhanden ist, kann es sich lohnen, in jedem Zielland eine spezialisierte PR-Agentur zu verpflichten. Diese kennt den Medienmarkt und die Anforderungen des Landes genau. Allerdings kostet die Steuerung der Agenturen auch viel Zeit – und natürlich muss das erforderliche Budget bereitstehen.

3. Zentrale Agentur, ggf. mit angeschlossenem Netzwerk
Ein Kompromiss aus Variante eins und zwei stellt der dritte Weg dar. Unternehmen vereinfachen ihre Abstimmungsprozesse, indem sie eine Agentur als zentralen Ansprechpartner haben. Gleichzeitig kaufen sie das Know-how und die interkulturelle Kompetenz für die internationale Pressearbeit ein. Einige Agenturen greifen dabei sogar auf ein internationales PR-Netzwerk zurück, über das sich Themen noch zielgerichteter in den einzelnen Märkten platzieren lassen.

Themen differenziert aufbereiten
Ist die WER-Frage geklärt, geht es an die Erarbeitung einer Strategie für die internationale PR. Ganz wichtig dabei ist: Nicht jedes Thema eignet sich für jeden Markt. Um sich eine Übersicht zu schaffen, sollten Unternehmen in einem internationalen Themenplan festhalten, welcher Content zu welchem Zeitpunkt in welchem Land verbreitet werden soll. Eine enge Abstimmung mit den eingebundenen PR-Agenturen sowie den internen Verantwortlichen der jeweiligen Länder ist dabei Pflicht.

Ein Thema kann noch so gut gewählt sein: Ist die Übersetzung fehlerhaft, wird es nicht wahrgenommen. Deshalb sollten Unternehmen bei der Auswahl von Dienstleistern großen Wert auf qualifizierte Übersetzer legen. Diese sollten die „Sprache“ des Unternehmens sprechen, also über Branchen- und Produktkenntnisse verfügen, und aussagekräftige Referenzen vorlegen können. Außerdem sollte ein Text beim Übersetzen auch gleich adaptiert – also an stilistische oder formale Besonderheiten des jeweiligen Landes angepasst – werden.

Ob national oder global – Netzwerken ist ein wichtiger Erfolgsfaktor. Die Basis hierfür bildet die Beziehungspflege mit relevanten Medienvertretern. Unternehmen sollten daher vor Beginn der PR-Aktivitäten einen internationalen Presseverteiler aufbauen und diesen mit den einzelnen Märkten abstimmen. Internationale Fachmessen, Branchenevents oder eigene Veranstaltungen bieten eine gute Möglichkeit, Kontakte auch länderübergreifend effektiv und langfristig zu pflegen. Um in der interkulturellen Kommunikation zu punkten, können Schulungen oder Medientrainings hilfreich sein, bei denen Unternehmenssprecher für kulturelle Besonderheiten sensibilisiert werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*